Wiedermal queren wir die schöne Varoddbrua (wiedermal eine Hängebrücke) und pünktlich um 10 sind wir beim Park. Schon deutlich mehr los als gestern, zu 90% Familien mit Kindern.

Der Park beherbergt nicht nur Norwegisches Getier, es gibt auch einen kleinen Bereich mit Nutztieren, einen Asien-Teil und den Afrika Teil. Dazwischen gibt es noch einige Spielplätze und einige Fahrgeschäfte.

Gestartet haben wir im Afrika Teil, da begann die Löwenfütterung um 12:15, um 13:00 ging dann am anderen Ende des Parkes die Fütterung der Norwegischen Raubtiere statt.

Begrüsst werden wir zuerst vom Erdmännchen …

… gefolgt vom Geparden

 

Die Reste der gestrigen Fütterung

 

Die Reihen der Tribüne füllten sich schnell, der Pfleger erklärte viel, leider alles auf norwegisch.

Zuerst darf sich die Dame am mit Fleisch gefülltem Jute-Sack versuchen ..

… danach darf dann der König ran.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Dann ging es auch schon flott in den Norwegen-Bereich im Norden, vorbei an der Wasserbahn die aus technischen Gründen gerade eine Pause eingelegt hat.

Ständiger Wegbegleiter im Park, der Weisse Pfau mit Aufmerksamkeitsbedürfnis

 

Die Ruhe vor dem Sturm – Hier wartet der Luchs noch ganz entspannt …

… sobald dann das Fleisch am Haken hängt ist Schluss mit Lustig.

 

 

 

 

 

 

 

 

Der kleine Fjellrev (Arktischer Fuchs)

 

 

 

 

 

 

 

Erstaunlich flink im Klettern und mit System (Knoten aufbekommen) schnappt sich der Vielfrass das Fleisch

 

 

 

 

 

 

 

Aber die kleinen Füchse können auch anders.

 

 

 

 

 

 

 

Als letzter bekommt dann noch der Ulv (Wolf) sein Fressen.

Am Rückweg vom Streichelzoo geht es noch vorbei an den Elchen und rüber in den Asia Bereich, neben einigen Menschenaffen gibt es auch einige rote Pandas und Sibirische Tiger.

Nach der Sommerrodelbahn fahren wir noch einen Sprung nach Kristiansand, genauer auf die Insel Odderøya. Einige LARP Wikinger bauen gerade ihr Lager auf, ansonsten tut sich nicht viel, das Museum des alten Hafen ist geschlossen.

Blick auf die Stadt und den Dom.

 

Ein Drittel der Entfernung nach Oslo legen wir heute noch zurück und stoppen wiedermal auf einem schönen Parkplatz etwas neben der E18 und schön Leise.

Morgen geht es dann Richtung Oslo, in der Nähe der Vermietstation gibt es noch einen schönen Campingplatz wo wir unsere letze Nacht verbingen und die Rückreisevorbereitungen starten wollen.

Entfernung: 170km (6255km)

Fahrzeit:  2,75 Stunden (95h)

So sieht der also bei Tag aus, immer noch imposant.

Weiter geht es früh morgens die E134 entlang, über Røldal, ein Skigebiet, am Kjelavatn See vorbei.

Bei Häukeli zweigen wir auf die 9 ab, hier sind wir in der Region Telemark (Sondre Norheim ist hier geboren, der Vater des Telemarks).

Am Suleskarvegen stoppen wir noch einmal für ein paar Bilder.

Kurz vor Kristiansand zweigen wir wieder ab und fahren direkt zum Dyreparken, einem Zoo/Vergnügunspark mit Wasserpark. Die Tierfütterungen haben wir für heute leider verpasst, also fahren wir heute erstmal zum Südlichsten Punkt Norwegens, dem Lindesnes Fyr und kommen morgen wieder um die Löwen (ja, es gibt einen eigenen Afrika Bereich mit Löwen, Giraffen und Zebras) und Luchs/Wolf Fütterung anzuschauen.

Also erstmal wieder ins Auto und die E39 bis Vigeland fahren und von dort auf der 460 in den Süden fahren.

Der Leuchtturm ist nicht nur der südlichste sondern auch der älteste Leuchtturm Norwegens.

Links das alte Kohlelechtfeuer, Rechts der neuere Turm

1655 wurde damals noch mit Kerzen geleuchtet, was aber nicht wirklich gut funktionierte. Erst nach 69 Jahren, 1725 wurde dann ein (bzw. zwei um sich von den Dänischen Leuchtfeuern zu unterscheiden) Kohlefeuer eingesetzt. 1822 wurde dann das geschlossene System eingesetzt, sogar mit einer französischen Linse (erst 1954).

Der “richtige” Turm wurde erst 1915 erbaut. 1920 folgte dann noch das Nebelhorn (inzwischen ausser Betrieb, wird allerdings einmal im Jahr als Show eingeschaltet).

Das Personal zur Wartung wohnt direkt auf dem Gelände, ein Teil ist sogar als Ferienwohnung anmietbar. In den 2000er Jahren wurden noch einige Ausstellungen und ein kleines Kino dazugebaut. Da alles auf norwegisch beschriftet ist nur wenig informativ für uns.

Die Aussicht ist trotzdem gut

Zwischen den Felsen konnten wir dann auch gut unser Abendessen zubereiten bevor wir uns wiedermal auf die Suche nach einem Campingplatz machen konnten.

Schlussendlich wurden wir doch noch fündig, das Åros Feriesenter ist ganzjährig geöffnet und hat noch Platz.

Entfernung: 515km (6085km)

Fahrzeit:  7,75 Stunden (92,25h)

Der heutige Tag beginnt mit einem Kampf um die (Männer) Duschen, diese werden seit dem Morgen von den Osteuropäischen Hüttengästen lautstark belagert.

Heute kommen wir mit dem Zug an, Bahnhöfe scheinen in Norwegen keinen allzu hohen Stellenwert einzunehmen (Häfen dafür umso mehr).

Bahnhofshalle Bergen

Wie auch schon in Oslo, gibt es in Bergen Karten für ÖV und Museen, in Oslo hat sich diese für uns gelohnt, hier in Bergen haben die wenigen Museen an Wochentagen kurze Öffnungszeiten (meist 11-15h) bzw. so wie unser erstes angepeiltes Ziel das Lepra Museum, haben ausserhalb der Hochsaison komplett geschlossen.

Lepramuseum

So marschieren wir unverrichteter Dinger weiter durch die Stadt, das erste Ziel ist Bryggen, ursprünglich ein Handelskontor der Hanse, mehrmals abgebrannt (alles Holzkonstruktionen, Steinhäuser waren was für Reiche) aber immer wieder aufgebaut. Inzwischen hauptsächlich von Souvenir Shops und Lokalen genutzt.

 

 

 

 

 

 

Blick in eine der Gassen zwischen den Häusern, meist teilten sich zwei Reihen einen Zugang.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Im dazugehörigen Museum erfahren wir einiges über die Häuser und ihre Bauweise, sowie über den Haupt Ex- und Import. Als nächstes stehen die alten Festungsanlagen, insbesondere der Rosenkrantztårnet und die Håkonshallen.

Der Rosenkrantztårnet wurde 1560 als Festungs und Wohnturm für Erik Rosenkrantz errichtet. Wird mal wieder renoviert. Im Keller starten wir im Kerker und arbeiten uns schrittweise durch Wachstuben hoch um dann schlussendlich in seinen Gemächen anzukommen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

An den tapferen beiden Wachleuten vorbei geht es dann in die Håkonshallen.

Blick auf die Håkonshallen vom Rosenkrantz Turm aus

Diese wurden 1247-1261 errichtet, hier soll Håkon Håkonsson,(auch als Magnus Lagabøte bekannt) 1261 geheiratet haben. Später wurde das Gebäude als Festhalle genutzt, ab 1683 dann als Kornspeicher. Bei einer Explosion eines Frachtschiffes 1944 wurde die Halle schwer beschädigt. Danach aber wieder neu aufgebaut und heutzutage wird sie für Konzerte und Feste genutzt.

 

 

Der Hafen und das wechselhafte Wetter in Bergen

Weiter ging es dann ans andere Ende der Stadt, ins VilVite, viele Experimente und Sachen zum ausprobieren.

Nach 5 Runden mit dem Rad war dann auch schon Schluss, 15:00 und alles macht zu. Als Studentenstadt eigentlich komisch, auch Mittwochs ist Party bis in die Morgenstunden, der Supermarkt macht erst um 0:45 zu, aber die Museen schliessen um 3.

Wir fassen den Entschluss nicht direkt nach Oslo zu fahren, sondern erst noch einen Abstecher zum südlichsten Punkt Norwegens zu machen. Daher ging es gleich zurück zum Campingplatz um noch ein paar Stunden fahren zu können.

Dafür fahren wir auf der E16 bis Trengereid, über die Fv7 die Fjorde entlang, teils mir sehr engen und unübersichtlichen Strassen. Bei Steindalsfossen geht es auf die 49, nach Jondal über die Fv107.

In Odda ist die Kirche sehr schön beleuchtet, also machen wir einen kurzen Stopp bevor wir noch ein Stück weiterfahren.

Weiter geht es auf der 13, es geht wieder bergauf und plötzlich sehen wir einen (bzw. zwei) riesigen Wasserfall der hell beleuchtet unglaublich laut vor sich hinrauscht, der Låtefossen. Dies wird heute auch unser Parkplatz werden, morgen müssen wir wieder früh los, es stehen noch einige Stunden und Kilometer an bevor wir Kristiansand erreichen.

Der linke Wasserfall (anklicken für grosses Bild)

Der rechte Wasserfall, fast unmöglich zu fotografieren, nach 10 Sekunden ist das Objektiv komplett nass.

 

 

 

 

 

 

 

Entfernung: 200km (5570km)

Fahrzeit:  3 Stunden (84,5h)

Erster Stopp heute ist Dale, in jedem besseren Touri Shop zu finden sind die Norweger Pullover. Hier gibt es einen Fabrikverkauf und einiges zur Geschichte der Marke (unter anderem statten sie das norwegische Schi Team aus).

Weiter geht es dann über Åsane, hier machen wir einen kurzen Halt bei einer Werkstätte und lassen unsere Birnen austauschen, zur Belohnung holen wir uns schwedische Fleischbällchen und Hot Dogs aus dem blau/gelben Möbelhaus gleich in der Nähe.

Über die E39 fahren wir erst einmal nach Bergen rein und fahren dann gleich eine Runde durch die Stadt, hier finden vom 16.-24.9 die Rad Weltmeisterschaften statt, wiedermal ein Grossereignis dass wir um wenige Tage verpassen.

Die Vorbereitungen laufen schon auf Hochtouren

Etwas ausserhalb, in Grimen, stellen wir den Camper dann für die Nacht ab. Kiesiger Campingplatz der mehr auf Angler und Hüttengäste eingerichtet ist. Dafür gleich eine Bushaltestelle in wenigen Metern Entfernung, da Bergen über keinen richtigen RV-Platz wie Trondheim verfügt steigen wir auf die ÖV um.

Gegen Abend fahren wir dann noch in die Stadt um etwas zu essen und uns ins norweigsche Kino zu wagen, zu sehen gibt es den Dunklen Turm in OV mit Norwegischen Untertiteln. Schlechter Film, genau so wie auch unsere Heimfahrt, den letzten Bus knapp verpasst leisten wir uns ein Taxi zum Campingplatz.

Entfernung: 120km (5370km)

Fahrzeit:  2,5 Stunden (81,5h)

 

Mühsames erwachen am Parkplatz, kurze Nacht für mich, irgendwas am gestrigen Essen war nicht mehr ganz gut. Das Wetter spielt leider auch nicht so ganz mit, daher entscheiden wir uns heute mal wieder einen längeren Fahrtag einzulegen. Erst geht es die E6 weiter, bis wir dann Richtung Bergen auf kleinere Strassen abzweigen müssen. Wir fahren durch den Jotunheim Nationalpark auf der 55.

 

 

 

 

 

Vorbei an der Jotunheimen Fjellstue, derzeit nur am Wochenende geöffnet

 

 

 

Nach dem “Turtagrø” Hotel zweigen wir auf die Fv302 ab, diese schlängelt sich dann noch einen weiteren Pass hoch und endet mit Serpentinen die wir mit unseren 6m gerade so schaffen (natürlich wird die Strasse gegen Ende einspurig).

Die Schaffe können wir nicht wirklich aus der Ruhe bringen

Der leicht angezuckerte Storen?

Weiter geht es dann auf der 53 durch unzählige wunderschöne Fjorde (teilweise sogar mit Kreuzfahrtschiffen die sich da durchzwängen) bis nach Vossevangen. Nach einem Besuch bei Peppe Pizza geht es heute wieder auf einen Parkplatz zum nächtigen.

 

Entfernung: 500km (5250km)

Fahrzeit:  7,5 Stunden (79h)

Nach der langen Wasch-Nacht fällt es schwer früh aufzustehen, daher dösen wir noch bis 11 und “frühstücken” erst dann. Da noch nicht alles trocken ist behelfen wir uns mit einer Plastikschnur und funktionieren den Bereich über den Betten erstmal als Trockenraum um.

Heutiges Ziel ist Trondheim(drittgrösste Kommune Norwegens, fehlt also nur noch Bergen damit wir alle Metropolen zusammen haben), es gibt einen Rv-Parkplatz im Industriegebiet, nicht ganz billig aber in 15 Minuten ist man zu Fuss im Zentrum. (Es gäbe sogar Strom, mangels Adapter können wir den leider nicht nutzen und Abwasserentsorgung)

Am Weg ins hippe Viertel Bakklandet entdecken wir eine schöne Skulptur und wieder einige Frisøre.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Hier in Trondheim gibt es wiedermal eine besonderheit, den ersten Fahrradlift. Inzwischen ist schon die Zweite Version in Betrieb, die erste(1993 in Betrieb gegangen) wurde 2012 gegen ein “CycloCable” System getauscht. Man stellt sich mit dem rechten Fuss auf eine Platte die einen dann in einer Minute die steile Strasse rauf bringt.

Der Fahrradlift im Einsatz

Die Talstation mit Anleitung

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Über die Gamle Bybro (Alte Stadtbrücke, gibt es seit 1681, wurde seitdem aber mehrmals umgebaut) geht es dann zur Nidaros Domkirke(Wurde von 1070-1300 erbaut, auf dem Grab von Olaf dem zweiten).

So schlendern wir noch etwas durch die Stadt, stocken den Lesevorrat wieder auf und begeben uns wieder zum Camper zurück. Das Nachmittags/Abendprogramm heute ist das Pirabadet, das grösste Schwimmbad Norwegens (Rutschen mit Zeitmessung und Bestzeiten inklusive).

Wir schauen noch dass wir etwas Richtung Bergen kommen heute Abend, nachdem uns das Abblendlicht verlassen hat schaffen wir es allerdings nicht allzuweit. Wir parkieren wieder einmal neben ein paar LKW an der E6.

Entfernung: 90km (4750km)

Fahrzeit:  1,5 Stunden (71,5h)

Weiter geht es die E6 nach Süden, erster Stopp heute ist Formofossen, über die Gleise und dann eine Schotterpiste entlang geht es bis fast vor den Fluss Sanddøla. Über sehr glitschige Steine geht es recht steil hinunter gleich neben dem Wasserfall zum Fotos machen.

Laut dem Reiseführer geht es 34m bergab, sieht aber eher nach etwas weniger aus. Ohrenbetäubenden Lärm verursacht er trotzdem.

 

 

 

 

 

Vor dem See Snåsavatnet zweigen wir auf die 763 ab und fahren bis Bølabua, hier halten wir und schauen uns Felsritzungen an. Das Bølareinen und den Bären (Bjørn) erkennen wir noch ganz gut.

 

 

 

 

 

Die beiden anderen, dem Skiläufer und dem Vogel (sieht eigentlich eher aus wie ein Blatt?) können wir nicht erkennen. Dadurch dass hier der Bølafluss entlang fliesst und die Zeichnungen den Jahreszeiten ausgesetzt sind, leiden die Felsritzungen deutlich.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der Skiläufer

 

 

 

 

 

 

Der Vogel (Auch die Tafeln leiden)

 

 

 

 

 

 

Weiter geht es wieder zur E6, bei Verdal biegen wir auf die 72 ab nach Hegra, nach 3 Kilometern steil den Berg hinauf erreichen wir die Festung.Gebaut wurde sie um 1910 herum, als Schutz gegen die Schweden und daher nach Osten ausgerichtet. Dies sollte sich 1940, als die deutschen versuchten sie einzunehmen als suboptimal herausstellen (Die Deutschen kamen von Westen). Trotz alledem wurde sie nie eingenommen.

 

Nach einem kurzen Ausflug nach Trondheim entscheiden wir uns für einen Campingplatz in Vikhammer.

So rechtes Glück haben wir nicht mit Waschmaschinen. Nachdem die erste ausgestiegen ist (Stromunterbruch) und wir unser Glück mit zwei anderen Maschinen versuchen um dann spät abends festzustellen dass auch die nicht funktionieren. Der nette Herr vom Campingplatz meinte dann das sei ganz normal, einfach die Sicherungen im Nebenraum wieder hochdrücken. Anscheind hängen hier etwas zuviele Maschinen an einem Kreis. Gegen 1 am Morgen war die Wäsche dann auch getrocknet (zumindest das funktionierte).

 

Entfernung: 350km (4660km)

Fahrzeit:  5,5 Stunden (70h)

Etwas ausserhalb von Mo gibt es das Helgelandmuseum in Stenneset, einige unterschiedlich gut erhaltene Bauten aus den 18xx.

 

 

 

 

 

 

 

 

Danach fahren wir wieder nach Mo i Rama, einer kleinen Stadt die hauptsächlich von der Schwerindustrie lebt. In der Fussgängerzone, auf dem Weg zum Museum, stehen wieder Wahlhelfer aller Parteien und verteilen Rosen, Waffeln und Wasser.

Havmannen („Der Mann vom Meer“)

Das Museum beschäftigt sich mit der Tier- und Insektenwelt, der grösste Teil der Ausstellung handelt allerdings von Ole Tobias Olsen (Er war ein Multitalent, Lehrer, Fotograf, Liederdichter, Sammler von Folklore und Volksliedern, Organist, Bürgermeister und Ingenieur), seinem Bestreben den Erzabbau und die Eisenbahn voranzutreiben. Der nicht elektrifizierten Nordlandbahn folgen wir auch an einigen Teilen der Strecke.

Wir haben vorerst genug von den Fähren und Fjorden also nehmen wir die E6 in südlicher Richtung und fahren heute noch ein bisschen, so dass wir es dann morgen nicht mehr soweit bis nach Trondheim haben.

Der Laksforsen, mit angeschlossenem Restaurant und (kostenpflichtiger) Foto-Terasse

 

Nachdem unser Wunschcampingplatz mal wieder bereits geschlossen hat müssen wir noch etwas weiter suchen. Schlussendlich finden wir kurz nach Bjørnstad einen kleinen “Stellplatz”, immerhin mit Strom und einer Feuerstelle.

Trotz feuchtem Holz und Wind haben wir es dann doch noch geschafft

 

Entfernung: 225km (4310km)

Fahrzeit:  3,5 Stunden (64,5h)

Beim Aufwachen nicht schlecht gestaunt, alles zugeparkt um uns herum. Hier sind auch die Dieselpreise wieder erträglicher (15 NOK auf den Lofoten, hier nur noch knapp über 12).

Heute gibt es wieder einige Kilometer und Fähren hinter uns zu bringen, erstmal die 80 Richtung Fauske, wir fahren allerdings schon bei Løding ab auf die Fv17. Die schlängelt sich jetzt durch viele Fjorde, Tunnel und an Kraftwerken vorbei. Hier gibt es den Saltfjellet Svartisen Nationalpark mit dem zweit grösstem Gletscher Norwegens (Svartisen, der grösste ist der Jostedalsbreen)

Einer der vielen Gletscherzungen

Hier sind die Fähren leider nicht so gut getimet, nach der ersten müssen wir fast 2 Stunden auf die nächste warten. Aber bei dem guten Wetter ist auch das zu verschmerzen.

Heute Abend fahren wir noch bis Mo i Rana, finden leider keinen guten Campingplatz und übernachten etwas nördlich, ausserhalb des Ortes. Wie sich herausstellen wird nicht der optimale Ort, einerseits viele Flugzeuge, viele LKW und gefühlt jede halbe Stunde ein Güterzug.

Entfernung: 325m (4085km)

Fahrzeit:  5 Stunden (61h)

Nachdem gestern ein ziemlicher Sturm auf den Lofoten getobt hat, erwartet uns heute wieder ein Sommertag und dementsprechend matschige Wiesen. Vom Campingplatz in Moskenes wollten wir eigentlich nach Reine und dort eine Wanderung machen, laut der anderen Camper ist der allerdings wegen Steinschlag Gefahr gesperrt. Also schnell umdisponiert und die (eigentlich recht kurze, mit 1-1,5 Stunden angegebene Dauer) Wanderung zum Kvalvika Strand ausgesucht.

Rechts befindet sich das Örtchen Medvoll.

Dafür geht es erstmal wieder zurück Richtung Fredvang, Moskenesøy, laut eines Blogs gibt es 3 Routen, die kürzeste quasi in der Mitte, einen Pass hoch und dann einfach wieder runter. Die mit dem schönsten Blick auf den Strand allerdings beginnt im Ort Medvoll, etwas weiter nördlich und geht zuerst an dem Bergsee Einangsvatnet vorbei, einen kleinen Pass hoch, am nächsten Bergsee, Forsvatnet entlang und schon ist man am Ryten, von dort geht es dannn noch einmal relativ steil nach unten bis man den Strand erreicht.

Der kleinere Bergsee, gleich neben dem Einangsvatnet.

 

Rechts der Ryten, vor uns das Meer.

Zurück geht es dann erstmal den steilen Weg Richtung Ryten, danach zweigen wir allerdings noch etwas ab, was sich als kleiner Umweg (Hinweg durch kleinere Ausflüge in die falsche Richtung, hier ist noch weniger markiert als in der Schweiz, 3 Stunden, Rückweg 2,5 Stunden, hier haben wir allerdings noch einen Gipfel unabsichtlich mitgenommen)

Bei der Aussicht hat sich das doch noch gelohnt

Blick auf den Torsfjorden

 

 

 

 

 

 

Beim Rückweg nach Moskenes um unsere Abendfähre nach Bodø zu erwischen haben wir noch die schöne Abendstimmung in Reine einfangen können.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Abfahrt der Fähre ist 20:30, ausser der Hauptsasion kommen je nach Wochentag eine Fähre um 07:00 und gelegentlich auch eine um 20:30. Planmässig erreicht man dann kurz vor Mitternacht Bodø. Bei uns wurde es etwas später.

Übernachtet haben wir dann zu dieser späten Stunde im Industriegebiet etwas ausserhalb. Kleine Nebenstrasse, in der Nähe ein Eurospar, kein einziges Auto im Umkreis. Beim Aufwachen morgen sollte sich das ändern….

Entfernung: 75km (3760km)

Fahrzeit:  1,75 Stunden (56h)

Heute geht es über die E10 die Lofoten entlang. Erster Stopp heute ist das Wikinger Museum in Borg. Hier auf der Insel Vestvågøy hat ein Bauer 1981 mit seinem neuen Pflug der etwas tiefer ging als sein Alter in einem Feld Reste einer Wikingersiedlung gefunden.

Das nachgebaute Haupthaus, links sieht man das Fundament der alten Hütte.

Im Sommer gibt es hier richtig viel Programm mit Wikingerschiffahrten, einer Schmiede und Bogenschiessen. Bei uns konnte man innerhin das Schiff ansehen und eine deutschsprechende Dame erklärte uns einige Hintergründe. Untermalt wird das ganze von einem sehr dramatischen Film und vielen ausgestellten Relikten und dazugehörigen Infos die man über sein Smartphone anhören kann.

 

Im Haupthaus durfte man alles anfassen und anprobieren

Der “Hafen” liegt etwas einen Kilometer entfernt vom Museum, am Weg gab es noch ein paar Pferde und eine Kirche.

 

 

 

 

 

Die Inseln entlang geht es vorbei an Moskenes (Hier fahren die Fähren) bis nach Å.

Das ziemlich zugeklebte Ortsschild

Das Stockfischmuseum war leider zu und auch das Wetter war uns heute nicht so gesonnen.

Das äusserste Werbeplakat der Lofoten? Wir haben es leider nur von hinten gesehen.

 

Entfernung: 140km (3685km)

Fahrzeit:  3 Stunden (54,25h)

Langsam wird es wirklich Zeit den Grauwasser Tank mal zu entleeren, leider hat der “Campingplatz”

Die Küche

(die Küche war einfach eine Kochplatte in einer Garage, gezahlt wurde in der Küche des Wohnhauses, …) keinen Tank dafür, also heisst es heute einen geeigneten Platz finden.

 

Sildpollnes Kapelle

Die E10 schlängelt sich über die Inseln und durch viele Tunnel. Den ersten Stopp machen wir in Svolvær, der grössten Stadt der Lofoten.

Hafen von Svolvær

Auch hier merken wir wieder dass wir etwas Off-Season unterwegs sind. Die Fähre nach Skutvik ist schon eingestellt. Wir fahren also erstmal die Lofoten entlang und entscheiden dann ob wir nach Bodø übersetzen oder doch lieber die landschaftlich sehr schöne Strecke zurück fahren.

Weiter geht es auf die Insel Henningsvær, hier findet gerade eine Biennale statt. (http://www.biennialfoundation.org/biennials/lofoten-international-art-festival-liaf/)

Erreicht wird die Insel über zwei einspurige Brücken mit Ampeln.

 

Hier wird gerade ein Schiff geflickt

Henningsvær Kirke

Hinterlassenschaft der Deutschen?

 

 

 

 

 

 

 

Ein grosser Teil der Insel, insbesondere nahe der Küste stehen Holzgestelle, teils mit Metallschienen bestückt. Beim Abendessen im Fiskekrogen erfahren wir dass im Winter der Fisch daran aufgehängt wird (Stockfisch). Bisher kannten wir nur die Pyramidenartige Gebilde.

Bei der Rückfahr zur E10 haben wir noch einmal so richtig schönen Sonnenschein und machen noch einen Abstecher zum Rørvikstranda und verewigen uns im Sand.

übernachtet wird heute in Rystad, wir sind die einzigen Gäste. Hier werden wir auch unser Grauwasser los und können wieder frisches Nachfüllen.

 

Entfernung: 175km (3545km)

Fahrzeit:  3,25 Stunden (51,25h)

Nur wenige Kilometer vom Campingplatz entfernt befindet sich der Polarzoo. Wiedermal der Standard Werbespruch, diesmal ist es der nördlichste Wildlife Park. Das lassen sie sich auch gut bezahlen, gute 30€ Pro Person und dann haben sie derzeit nichtmal einen Vielfrass (Das Wappentier der Region Bardu). Positiv ist anzumerken dass sie sehr grosse Gehege für die Tiere haben.

 

Unser erster Elch

 

Narvik liegt am Ofotfjord und wurde im Zuge des 2. Weltkrieges von den Deutschen eingenommen, welche über den Hafen dann das Eisenerz aus der schwedischen Miene in Kiruna verschiffen konnten (der Hafen bleibt dank dem Golfstrom auch im Winter eisfrei). Nachdem die deutschen den Allierten Angriffen nicht mehr stand halten konnten bombardierten sie sie.

Grosser Bahnhof, wenig Betrieb.

Doch noch ein paar Meter bevor wir wieder in Oslo sind.

Fredsmonumentet Narvik, Ausserdem gibt es ein grosses Museum dass sich mit der Geschichte Nowegens im 2. WK beschäftigt

 

So sieht es aus wenn eine Hängebrücke gebaut wird. Die Hålogaland-Brücke wird heuer, nach 6 Jahren Bauzeit fertiggestellt.

 

Jetzt geht es wieder zurück über die E6 vorbei an Trældal weiter bis Bjerkvik, dann die E10 Richtung Å (Å i Lofoten ist die westlichste Stadt auf den Lofoten) bis Hamna. Hier machen wir noch einen Abstecher über die 83 nach Harstad. Hier steht noch eine der wenigen Adolf Kanonen (40,6-cm-Schnell-Ladekanone C/34 L/47). Leider ist die Sommersaison schon vorbei, also keine Führung. Wie wir vor Ort dann bemerken ist auch ein Besichtigen nicht so ohne weiteres möglich da sich die Kanone auf Militärischem Sperrgebiet befindet.

Also geht es wieder zurück zur Hauptstrasse, die Nacht verbringen wir in Kongsvika. Am Campingplatz treffen wir noch ein deutsches Duo das mit altem restauriertem VW Bus und einer Indian unterwegs sind. Morgen geht es dann auf die Lofoten.

 

Entfernung: 275 km (3370km)

Fahrzeit: 5 Stunden (48h)

Heute ist Sonntag und da haben sogar mal die Geschäfte in Norwegen zu. Die meisten Supermärkte haben von 7-23 offen und das Montag bis Samstag (bzw. Mandag til Lørdag).
Der erste Halt ist heute das Musem “Polaria” direkt am Hafen von Tromsø. Viele Infos zum Thema Eis(meer), Barentsee und Umweltschutz. Begonnen wird die Ausstellung mit einem sehr interessanten Film über die Aurora Borealis (sicher nur Zufall das hier auch Ausflüge zu den Lichtern beworben werden). Highlight ist dann der grosse Pool mit Polarfischen die man anfassen darf.

Rochen

Nachdem der erste Besucher mutig seine Hand reinhält und gleich ein grimmiger Fisch auf diese zuschwimmt wird klar warum ein grosses Schild dort hängt – Achtung: Fische beissen.

Die vier Robben machen keinen so glücklichen Eindruck

Zu Fuss geht es weiter durch die Altstadt und den Hafen. Anschliessend besuchen wir noch das “Nordnorsk” Museum, hier ist samische Kunst ausgestellt. Leider sind wiedermal 2/3 der Ausstellung geschlossen -> Umbau.

In Tromsø steht die nördlichste Brauerei der Welt (Macks_Ølbryggeri, inzwischen haben sie ihre Produktion verlagert und den Titel abgeben müssen).

Im Hafen steht die Vengsøy, ein Ro-Ro Schiff (Roll on Roll off ).

Nach einem kurzen Abstecher zur Eismeerkathedrale geht es weiter Richtung Narvik.

Die Eismeerkathedrale, im Hintergrund die Seilbahn zum Hausberg Storsteinen

Stopp machen wir heute in Bardu, an einem kleinen (eigentlich schon geschlossenen) Campingplatz. Strom und dreckiges Sanitärhäuschen inklusive.

Entfernung: 250km(3095km)

Fahrzeit: 4 Stunden (43h)

Schon wieder Sonnenschein, wir haben wohl die wenigen schönen Tage des Jahres erwischt. Erstmal schauen wir uns Alta noch etwas an, genauer gesagt die Nordlichtkathedrale. Diese ist erst 2013 fertiggestellt worden. Ein Riesen Palast aus Beton und Titanplatten, innen mit viel Eiche und Leuchtleisten.

 

Gleich ums Eck befindet sich noch ein Einkaufszentrum mit einem Marktstand. Bis auf ein paar Wahlwerber die Waffeln verteilen gibt es einige Käsestände, wieder nichts mit Smørrebrød oder Rentiersalami.

Nächster Stop ist Tromsø, es gibt zwei Routen die dorthin führen, entweder die Fjorde entlang (die E8 über Nordkjosbotn) oder mit zwei Fähren (Olderdalen -> Lyngseidet und Svensby -> Breivik).

Aquakultur im Fjord

Da wir bislang noch mit keiner Fähre unterwegs waren entscheiden wir uns für die zweite Möglichkeit.

 

Blick auf Olderdalen

Schmalblättriges Weidenröschen?

 

In Tromsø angekommen besorgen wir uns noch etwas Fleisch, heute Abend wird mit dem Einweggriller grilliert. In Norwegen ist das sehr verbreitet, die Dinger kosten gerade mal 1,5 EUR.

 

Wir fahren an der Eismeerkathedrale vorbei über die Brücke direkt in die Stadt. Diese verfügt über ein Tunnel System durch das man sehr schnell von einem zum anderen Ende gelangt. Auf der Suche nach einem Parkplatz für die Nacht entscheiden wir uns gegen Tromsø und fahren am Flughafen vorbei über die nächste grosse Brücke nach Kvaløsletta. In einer Nebenstrasse werden wir fündig, es steht auch schon ein anderer Camper neben der Strasse.

 

 

Entfernung: 310km(2845km)

Fahrzeit: 5 Stunden (39h)

Nach einer entspannten Nacht am Parkplatz nähe Forsøl geht es erstmal wieder zurück nach Hammerfest um den Tank mal wieder etwas zu füllen (bisher haben wir knappe 8,4l Verbrauch, ansich ja ganz gut für so einen Wagen, aber bei den Streckendie wir zurücklegen kommt da schon was zusammen) und uns die 2 Sehenswürdigkeiten anzusehen.

Die Kirche von Hammerfest

 

Der skandinavisch-russische Meridianbogen

 

 

 

 

 

 

 

Zurück geht es dann wieder über die 94 über die nördlichste Hängebrücke der Welt bei Kvalsund.

Bei Skaidi zweigen wir dann wieder auf die E6 Richtung Süden ab. Nach Alta geht es dann auf die 93 und anschliessend über eine kleine Strasse bis nach Gargia. Von hier aus gibt es dann eine steile Schotterpiste hinauf, nach ca. 4 km erreichen wir einen kleinen “Parkplatz” (grosse Steinplatten) und von dort sind es dann noch einmal 4km zu Fuss bis wir den Alta Canyon erblicken.

 

 

 

 

Am Weg wachsen viele Pflanzen mit weissen Blüten, um was genau es sich da handelt müssen wir erst noch recherchieren.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Am Ziel angekommen erwartet uns ein Wasserfall und ein Blick auf den Sautso Canyon, der grösste Nordeuropas.

 

Der Tag endet noch einmal beim Alta River Camping, das Bedienen der nur auf norwegisch beschrifteten Waschmaschinen und Tumbler stellt sich noch als kleines Hinernis heraus.

 

Entfernung: 230km(2535km)

Fahrzeit: 4 Stunden (34h)

Heute ist es soweit, von unserem Campingplatz in Alta sind es noch 235km (3,5h) bis zum Nordkapp. Dazu starten wir über die E6 bis nach Olderfjord auf die E69 welche uns dann auch bis zum Nordkapp bringt. Hier fahren wir zum ersten Mal die Fjorde entlang, schön kurvig, eng und durch viele Tunnel geht es dahin. Höhepunkt ist dann der Nordkapptunnelen, er verbindet das Festland mit der Insel Magerøya auf der das Nordkapp liegt. Dieser ist fast 7km lang und verläuft 212m unter dem Meeresspiegel mit bis zu 10% Steigung.

Die Gebühr für den Besuch liegt bei sportlichen 30€ pro Person, immerhin könnte man auch (mit 0 Infrastruktur) hier übernachten. In den Hallen befindet sich ein Souvenir Shop, einige Info Tafeln über die Geschichte des Nordkapps, etwas über die Seeschlachten des 2. WK im Fjord sowie ein Info Film mit beeindruckenden Aufnahmen. Das Nordkapp ist übrigens nur der nördlichste Punkt Europas, der auf Straßen vom europäischen Festland aus erreicht werden kann, auch wenn gerne anderes behauptet wird.

 

 

 

 

 

 

 

 

Das Wetter ist leider meistens nicht besonders gut hier, so auch bei uns. Starker Wind und Nebel. Ausserdem wird gerade an dem Globus gearbeitet, also stets Bauarbeiter und Absperrungen im Bild.

Denkmal der Kinder

Zuürck geht es dann wieder über die gleiche Strasse, stellenweise gibt es jetzt abwechselnd Regen und Sonnenschein.

Bei Skaidi biegen wir jetzt nach Hammerfest ab und wiedermal werden die Strassen erneuert. In Norwegen ist es anscheinend üblich dass meistens Sicherheitsleute den Verkehr anhalten und dann ein Begleitfahrzeug abwechselnd die Autos die Strecke entlang eskortiert.

In Hammerfest können wir dann noch einen Adapter kaufen um die Schweizer Geräte auch im Camper aufladen zu können. Auf der Suche nach einem Stellplatz für die Nacht werden wir schnell fündig, allerdings wollen sie dort für einen einfachen Stellplatz am Meer ohne Infrastruktur gleich mal 200NOK. Daher entscheiden wir uns für den Geheimtip, etwas weiter nördlich in Forsøl gibt es einen kleinen Parkplatz. (Forsøl besteht im wesentlichen aus 2 Fischereianlagen und ein paar Häusern)

Schlafplatz für die Nacht

 

Entfernung:475km (2305km)

Fahrzeit: 7 Stunden (30h)

Heute geht es erstmal nach ein Stück nördlich durch Schweden, auf der E10 bis Överkallix dann auf die 392 bis Pajala.

Hier treffen wir auch unser erstes Rentier, noch wissen wir nicht dass es bei weitem nicht das letzte sein wird.

Etwas weiter nördlich überqueren wir bei Kaunisjoensuu die Brücke nach Finnland.

Die Grenze Schweden-Finnland

Der schnellste Weg wäre über die E8 nach Norden, allerdings entscheiden wir uns für einen kleinen Abstecher nach Osten über die 80. Bei Ylläsjärvi biegen wir links ab und kommen so über die 9401 am Fusse des Yllästunturi vorbei, an der Nord und Südseite sind zwei Skigebiete untergebracht. Er ist damit eines der grössten Skigebiete Finnlands.

 

Sicht auf den Ylläs von Süden aus

Laut unserem Reiseführer gibt es hier sogar eine Sauna-Gondel, das ist eine spezielle Holzkabine die innerhalb von 30 Minuten per Starkstrom auf Temperatur gebracht wird und in der man dann die 15 minütige Fahrt schwitzen kann.

Weiter geht es dann auf der 940, einer schmale Strasse mit vielen Ausweichbuchten, welche dann in der 79 mündet über die wir dann in Muoni wieder auf die grosse E8 wechseln. Bei Palojensuu fahren wir dann die 93 bis Hetta, von hier an wird es sehr einsam. Die nächste grössere Stadt befindet sich dann schon auf Norwegischer Seite, Kautokeino. Hier wohnen hauptsächlich Samen und das auch nur im Winter, im Sommer ziehen sie mit ihren Rentieren in den Norden. Besonders stolz sind sie auf den Fakt dass mehr Rentiere als Menschen hier ihr zuhause haben. Eine schöne Kirche gibt es auch.

Von Kautokeino sind es noch 120km bis Alta, unserem heutigem Tagesziel. Morgen geht es dann auch schon zum Nordkapp.

Wasserfall vor Alta

Gecampt wird heute direkt am Alta Fluss, beim Alta River Camping. Ein ganzjährig geöffneter Platz mit ein paar Hüttchen und Stellplätzen.

Entfernung: 705km (1830km)

Fahrzeit: 9 Stunden (23h)

Inzwischen haben wir die Zahlenkombination für die Sanitären Anlagen des Campingplatzes herausgefunden und können uns noch rasch frisch machen, bevor unsere erste grosse Etappe startet. Das Navi spricht von 825km und 10 Stunden reiner Fahrzeit.

Wir folgen der E45 nach Osten bis kurz vor Ytterhogdal, da wechseln wir über kleinere Strassen (umso mehr Stellen die Strassennummer hat desto bescheidener wird die Qualität) auf die E14 bis Sundsvall, von da an geht es über die E4 über Umeå bis wir kurz vor Luleå.

Idyllische rote Hütte am See

Selbst in kleineren Ortschaften stehen Schisprung Schanzen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

In der Theorie ist die E4 eine sehr gute Strasse, in der Praxis durch die alle 2-10km stehenden Radarkästen und durch die vielen Kreisverkehre im Bereich der grossen Städte eine eher anstrengende Angelegenheit (dauernd von 110 auf 70 km/h und wieder zurück).

Der Sonnenuntergang entschädigt für das schlechte Wetter

Geschlafen wird heute direkt neben der Hauptstrasse auf einem Rastplatz mit einer überaus gut geheizten und gepflegten Sanitäranlage. Neben den vielen LKW sieht unser Camper richtig mickrig aus.

 

Entfernung: 825km (1125km)

Fahrzeit: 10 Stunden (14 Stunden)

Heute Nachmittag können wir den Camper abholen, den Vormittag nutzen wir noch um uns den Vigeland Park anzuschauen. Leider haben in Oslo viele Museen am Montag geschlossen, so auch das Vigeland Museum.

Schön ist der Park trotzdem, es befinden sich 221 Skulpturen mit 650 Figuren von Frauen, Männern und Kindern in verschiedensten Konstellationen darin.

Höhepunkt ist die Säule die aus 121 Granitfiguren besteht. Insbesondere die Asiaten haben so ihren Spass mit den Skulpturen.

 

 

 

 

 

 

 

 

Mit der Bahn geht es dann von der Innenstadt aus nach Jessheim und von dort per Uber zum Vermieter. Da wieder einmal alle gleichzeitig kommen dauert die Übergabe etwas länger. Nach einer (sehr kurzen) Einweisung geht es auch schon los zum Supermarkt um gleich mal das Nötigste zu besorgen.

Leerer Tank und volle Toilette, so sollte eine Übergabe nicht aussehen

Hier startet dann auch unsere erste Tagesetappe:
Von Jessheim bis zum schwedischen See Särna, 300km und 4 Stunden liegen vor uns. Bei der Ankunft ist die Rezeption leider schon geschlossen, also stellen wir uns auf den Zeltplatz und haben unser erstes Abendessen mit Seesicht.

 

 

 

 

 

Entfernung: 300km (300km)

Fahrzeit: 4 Stunden (4h)

Gut ausgeschlafen geht es erstmal ans Frühstücksbuffet, viel Fisch und auch die Spezialität “brunos”, was übersetzt soviel wie Brauner Käse bedeutet (eigentlich kein richtiger Käse sondern eingekochte Molke). Es wird bei einem mal bleiben.

Wettervorhersage war wieder hervorragend, also stand dem ersten Punkt des Tages nichts im Wege.

Erstmal einen 24h Oslo Pass besorgt (ÖV plus Museen) und auf die Fähre zur Insel Hovedøya, dort befindet sich neben mehreren Badestränden eine gut erhaltene Ruine der Zisterzienserabtei Hovedøya aus dem 12. Jhd.

2 Inseln weiter auf Gressholmen sollten uns laut Reiseführer Unmengen an Kaninchen erwarten. Gefunden haben wir kein einziges, aber ansonsten eine sehr schöne kleine Insel mit zahlreichen Ferienhäusern und einem Café. Eine kurze Recherche brachte zutage dass die Kaninchen Population bereits 2007 stark reduziert wurde.

In den Sommermonaten verkehrt eine eigene Fähre vom Osloer Rathaus direkt zu den Museen auf der Halbinsel Bygdøy (ansonsten bleibt einem nur der lange Weg mit dem Bus 30 quer durch die Stadt)

Hier sind berühmte Schiffe ausgestellt und auch sonst viele Informationen über die Expeditionen und Seefahrt Norwegens.

Das Munch Museum war interessant, allerdings befindet sich dort derzeit kein Exemplar des Schreis ausgestellt.

Letzter Stop des Tages, Holmenkollen, mit der U-Bahn geht es direkt aus dem Stadtzentrum in einer guten halben Stunde nach oben. Sehr beeindruckende Anlage und kurz vor Schluss hält sich auch der Besucheransturm in Grenzen.

Morgen Nachmittag holen wir dann Dan den Camper aus Jessheim ab.

Viel zu früh los zum Flughafen, aufstehen um halb 5, dann geht es auch schon vollgepackt zum Flughafen.

Klappt alles reibungslos, mit dem Zug geht es dann die ca. 30 Minuten Fahrt vom Flughafen in die Stadt. Gepäck wird erstmal beim Hotel abgegeben und dann machen wir uns auch schon auf den Weg Richtung Innenstadt. Vorbei an Prunkvollen Kirchen und vollen Einkaufsstrassen laufen wir von einem Promo Event zum nächsten, angefangen mit Wasser aus dem Tetra Pack bekommen wir anschliessend Paella und danach nochmal Wasser und Bananen zugereicht. Wetter haben wir gut erwischt, Sonnenschein mit wolkenlosem Himmel. Nach einem Abstecher in den Hafen checken wir im Hotel ein, sehr viele Sportler bei uns im Hotel, Anfang der Woche startet der «Homeless Word Cup» (siehe https://de.wikipedia.org/wiki/Fu%C3%9Fballweltmeisterschaft_der_Obdachlosen ).

Eine erste Pause legen wir im neu auflebenden alten Industriegebiet Brenneriveien ein, im Gastgarten eines Jazz Clubs (Blå).

Dort erwarten einen auch interessante Kunstwerke.