In der Normandie

Seit heute Vormittag bin ich in der Normandie. Nein nicht am Meer beim Sandstrand und bei den galoppierenden Pferden, ich bin im Landesinneren am Südost Ende der Normandie.  Mein Normandie Reiseführer zeigt meine heutigen Ortschaften zwar auf der Landkarte an,  das war es aber auch schon.  In einem touristisch bedeutenden Teil der Normandie scheine ich also nicht zu sein. Nun mir gefällt es trotzdem. 

Zuerst ging es heute auf einer Landstraße bergauf und bergab dahin,  seit ich in der Normandie bin führt der Radweg aber entlang einer alten Bahntrasse. 

Das ist nicht so aufregend wie im Kanaltal wo einen der Ausblick umhaut, es geht hier einfach eine Ebene entlang, links und rechts der Bahntrasse stehen Büsche und Bäume und man kommt mit den minimalen Steigungen und Gefällen einer Bahntrasse sehr gut voran. 


Sehr viele Radfahrer gibt es auch hier nicht und bis auf eine Ausnahme waren es alles Tagesausflügler.

Lustig ist, dass auch hier –  wie scheinbar  überall – der Radweg vor jedem querenden Feldweg endet um danach wieder neu geöffnet zu werden.  Warum gibt man Radwegen eigentlich überhaupt generellen Vorrang wenn man ihn dann durch dieses Hintertürchen wieder aufhebt? Der Unterschied zwischen Feldwegen und richtigen Straßen ist hier dass die einen ein Querverkehr hat Vorrang Schild und die anderen eine Stopptafel mit eingebaut haben. 


 Wenn man nicht bewusst von der Bahntrasse wegfährt sieht man den ganzen Tag nichts als Grün,  Kühe,  Pferde und alte Bahnschilder.  

Genau, zum Mittagessen bin ich daher nach Mortagne-au-Perche abgebogen. Mein Tipp für gutes und günstiges Mittagessen in Frankreich heißt ab jetzt: Ein Bistro gegenüber oder schräg neben der Kirche im Zentrum der Stadt. 

Heute in Mortagne-au-Perche habe ich   Beef irgendwas mit Pommes-frites,  Nachspeise und einem kleinen Bier um 12,50 € bekommen. Gestern in Bonneval  habe ich ein ähnlich gutes Menü zu einem ähnlichen Preis bekommen. Da kann man sich eigentlich nicht beklagen,  oder? Dass Abends essen gehen viel kostet bleibt aber unbestritten. 

Schluss gemacht habe ich heute in Alencon und wie ihr sicher schon vermutet habt heißt die Kirche im Zentrum auch hier Notre Dam. 

 Sind das jetzt eigentlich prunkvolle Kirchen oder doch eher protzige? Nach der Anzahl der Kathedralen muss die Kirche hier auf jeden Fall ziemlich mächtig (gewesen) sein. 


Tagesstatistik

Start: Brunelles
Ziel:  Alencon 
Tageskilometer: 90 km
Aufwärts: 454 m
Abwärts:   542 m

Gesamtkilometer: 414 km


Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.